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Programmieragenten, die große Sprachmodelle (Large Language Models, LLM) und multimodale Modelle nutzen, können Defold-Projekte untersuchen, ändern und überprüfen. Dazu rufen sie dieselben modellunabhängigen Schnittstellen auf, die auch Entwickler, lokale Skripte, IDE-Integrationen und CI nutzen. Du kannst einen Agenten einsetzen, wenn die Arbeit Untersuchungen und Anpassungen erfordert.
Defold ist von keinem bestimmten Modellanbieter oder Agentenprotokoll abhängig. Defold-Projekte funktionieren gut mit Claude Code, Codex, Cursor oder jeder anderen Lösung. Eine Agentenumgebung benötigt nur die für die Aufgabe gewährten Fähigkeiten, etwa Projektdateien zu lesen, ausgewählte Befehle auszuführen, lokale HTTP-Operationen aufzurufen, JSON zu parsen oder Bilder zu untersuchen. Möglich wird dies durch die von Defold bereitgestellten Automatisierungsschnittstellen für den Editor und eine laufende Game-Engine-Instanz sowie durch die leicht zu parsenden, textbasierten Ressourcendateien der Defold-Projekte.
Ein Agent kann nützlich sein, wenn eine Aufgabe beispielsweise Folgendes erfordert:
Agenten sind leistungsfähige Werkzeuge für nicht deterministische Entwicklungs-, Untersuchungs- und Testprozesse. Sie können dabei helfen, vielfältige Lösungen zu erstellen, und funktionieren sehr gut mit Defold.
Defold bietet mehrere unterstützte Schnittstellen, mit denen die Aufgabe unter Verwendung eines beliebigen verfügbaren Modells ausgeführt werden kann:
Ein Modell, das nur über eine Chatoberfläche verfügbar ist, kann Codeänderungen vorschlagen, aber weder das lokale Projekt eigenständig untersuchen noch ein laufendes Ergebnis überprüfen. Die zusätzliche umgebende Integration bestimmt, was der Agent tatsächlich beobachten und tun kann.
Eine Integrationsschicht kann einen Agenten mit lokalen Defold-Operationen verbinden. Sie kann ein Shell-Wrapper, ein Kommandozeilenprogramm, eine IDE-Erweiterung, ein OpenAPI-Client, eine Teststeuerung oder ein Protokolladapter sein.
Belasse Richtlinien und Zugangsdaten in dieser lokalen Schicht. Jede verändernde Operation sollte strukturierte Ergebnisse zurückgeben oder zu einem deterministischen Überprüfungsschritt führen.
Ermittle für Editoroperationen die aktuelle Schnittstelle über /openapi.json, statt dem Agenten eine dauerhaft fest einprogrammierte Kopie einer API bereitzustellen. Prüfe bei Laufzeiterweiterungen den Betriebszustand, die API-Version und die unterstützten Funktionen.
Es kann sinnvoll sein, Werkzeuge nach Berechtigungsstufe zu trennen:
| Stufe | Beispiele |
|---|---|
| Nur lesend | Projektuntersuchung, OpenAPI, /ref, Konsole, Vorschau |
| Überprüfung | Kompilierung, Tests, HTML5-Builds, Bildvergleiche |
| Änderung | Dateiänderungen, Ressourcentransaktionen |
| Privilegiert | /eval, externe Befehle, Änderungen an Abhängigkeiten |
Wenn der Adapter von Engine und Editor getrennt bleibt, bleiben die unterstützten Defold-Schnittstellen unabhängig von einem Modellanbieter oder Agentenprotokoll. Ein Adapter kann ausschließlich Operationen bereitstellen, die für seine Umgebung geeignet sind. Die Richtlinien für Berechtigungen und Bestätigungen verbleiben bei der Anwendung, in der der Agent ausgeführt wird.
Das Model Context Protocol (MCP) ist ein optionaler Adapter zwischen einem Agenten und einer Integrationsschicht. Ein MCP-Server kann Defold-Operationen als Werkzeuge und ausgewählte Dokumentation als Ressourcen bereitstellen.
Gewähre nicht jedem Modell uneingeschränkten Zugriff auf die Shell und /eval.
Defold benötigt derzeit keinen MCP-Server, da die wesentlichen Automatisierungsfunktionen bereits über offene, universell einsetzbare Schnittstellen verfügbar sind. Der Editor stellt eine lokale HTTP-API mit einer OpenAPI-Spezifikation bereit. Moderne Agenten können diese Schnittstellen direkt aufrufen oder eigene Adapter erzeugen.
Ein offizieller MCP-Server würde daher überwiegend die vorhandene API-Funktionalität duplizieren und eine weitere Integrationsschicht schaffen, die Defold pflegen müsste. Langfristig ist es sinnvoller, die zugrunde liegenden HTTP- und Laufzeitautomatisierungs-APIs stabil, auffindbar und gut dokumentiert zu halten und zugleich der Community oder einzelnen Werkzeuganbietern zu ermöglichen, bei Bedarf schlanke MCP-Wrapper zu entwickeln.
Stattdessen hat das Defold-Team eine offizielle Automation Bridge-Erweiterung bereitgestellt, mit der sich ein laufendes Spiel über einen Dienst auf der Engine-Seite steuern lässt.
Zu den von der Community erstellten MCP-Integrationen gehören:
Diese Projekte werden von der Defold Foundation weder entwickelt noch geprüft, gepflegt oder offiziell unterstützt. Untersuche vor der Installation einer Community-Integration ihren aktuellen Quellcode, ihre Abhängigkeiten, Berechtigungen, ihr Netzwerkverhalten und ihre Kompatibilität mit der verwendeten Defold-Version.
Verfügbare große Sprachmodelle, die für Arbeitsabläufe mit Agenten eingesetzt werden, erzielen im Allgemeinen mit guten Anweisungen bessere Ergebnisse. Daher werden Projekten häufig Markdown-Dateien für Agenten hinzugefügt, die deren gewünschtes Verhalten beschreiben, oder sogenannte Skills, also Anweisungsartefakte für Agenten. Für optimale Ergebnisse ist es sinnvoll, eigene Anweisungen für jedes Projekt gesondert zu entwerfen und zu schreiben. Gemeinsames Wissen und allgemeine Regeln lassen sich jedoch teilweise wiederverwenden.
Viele Agenten suchen und lesen zunächst eine kanonische Datei wie AGENTS.md, die Folgendes beschreiben kann:
Manche Lösungen nutzen separate Markdown-Dateien für bestimmte Aktionen oder sogenannte „Skills“.
Ein Community-Beispiel für Defold-spezifische Anweisungen und Skills findest du hier im Defold-Forum.
Das Defold-Team empfiehlt, Anweisungen in Dateien wie AGENTS.md und Skill-Definitionen kurz, prägnant, leicht überprüfbar und pflegbar zu halten und sie stets zu aktualisieren. Projektspezifische Anweisungen können in der Versionsverwaltung gespeichert werden. Dadurch bleiben Änderungen nachvollziehbar, und die Wirksamkeit der Arbeitsabläufe lässt sich mit der Zeit verbessern.
Es lohnt sich auch, regelmäßig zu testen, wie die neuesten Modelle ohne diese Anweisungen arbeiten. Neuere Modelle benötigen oft keine Anleitung mehr, die zuvor unverzichtbar war. Veraltete Skills oder übermäßig detaillierte Vorgaben können die Leistung mitunter sogar verringern.
Vermeide es, komplexe technische Skills zu erstellen, die langfristig einen erheblichen Pflegeaufwand erfordern. Konzentriere dich stattdessen auf Werkzeuge und Arbeitsabläufe, die unabhängig davon nützlich bleiben, wie stark sich die zugrunde liegenden Modelle verbessern.
Agenten erzielen mit genauer, aktueller Dokumentation die besten Ergebnisse. Nutze die folgenden Quellen für aktuelle Informationen:
/openapi.json beschreibt die aktuelle HTTP-API des Editors./ref durchsucht die API-Dokumentation des laufenden Editors, sofern diese Operation verfügbar ist.Rufe nur die für die Aufgabe relevanten Seiten ab. Es wird empfohlen, das vollständige zusammengeführte Dokument ausschließlich für die Offline-Indizierung oder für Retrieval-Augmented Generation (RAG), also die Generierung mit abgerufenen Zusatzinformationen, zu verwenden. Auch hier sollte die vollständige Datei normalerweise nicht in jede Modellanfrage aufgenommen werden, um Tokens zu sparen und den Kontext nicht mit unnötigen Informationen zu belasten.
Agenten sollten dieselbe Schleife aus Untersuchen, Ändern, Überprüfen und Bewerten befolgen wie jede andere Automatisierung.
Bevor Dateien geändert werden, ist es sinnvoll, die Abnahmekriterien festzulegen und optional auch:
Ein Agent kann einen deterministischen CI-Fehler diagnostizieren und beheben, aber die CI-Phase selbst sollte ohne den Agenten reproduzierbar bleiben.
Bewährte Vorgehensweisen für automatisiertes Testen und Überprüfen werden in diesem Handbuch beschrieben.
Ein Agent mit Bildeingabe kann Editorvorschauen, Bildschirmaufnahmen zur Laufzeit, visuelle Unterschiede und Browseraufnahmen untersuchen.
Nutze die multimodale Bewertung für semantische Fragen, etwa abgeschnittene Beschriftungen, überlappende Bedienelemente, unklare Auswahlzustände, die Komposition oder Inhalte außerhalb eines sicheren Bereichs. Lege den erwarteten Viewport und die Kriterien im Voraus fest.
Weitere Informationen zu Editorvorschauen, Bildschirmaufnahmen zur Laufzeit und visueller Prüfung findest du in diesem Handbuch.
.internal/editor.token lesen, wenn sie zur Verwendung von /eval autorisiert ist. Sie sollte das Token jedoch nicht in Modell-Prompts, Protokollen oder Berichten ablegen.Isolation begrenzt die Auswirkungen eines Fehlers.